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Die Geschichte von OTTOLOCK​

Es war nicht das erste Mal, dass jemand die Idee hatte. Seriöse Radfahrer schließen ihre Fahrräder schon seit Jahren mit Helmgurten oder anderen bizarren Methoden ohne Sicherheit vor Cafés ab. Was dieses Mal anders war, war die Leidenschaft für eine echte Lösung.

Ich traf Jacob Rathe im Februar 2015 bei Stumptown Coffee in Portland, Oregon, USA, und er saß fest. Er hatte jahrelang versucht, sein „Omloop“-Schlosskonzept mit ein paar groben Prototypen in die Realität umzusetzen, aber er merkte, dass das keine leichte Aufgabe war. Die Entwicklung neuer Produkte erfordert mehr Know-how und Kapital, als man auf den ersten Blick sieht. Ich persönlich hatte nach über 30 Jahren Training und Rennradfahren noch nie ein Fahrradschloss gekauft. Aber vielleicht war dies das Fahrradschloss, das ich endlich brauchte, und ich konnte einen Weg finden, das Produkt über meine neue Marke OTTO auf den Markt zu bringen. Jacob und ich beschlossen, es zu probieren, und ich erinnere mich noch genau, wie er sagte: „Ich will nur ein paar Prototypen für mich und meine Kumpels.“

OTTOLOCK begann in einem Coffee Shop
Jakobs Prototyp (2013) vs. Produktion OTTOLOCK (2017)

Etwa einen Monat später trafen Jacob und ich uns mit einem findigen Ingenieur und begannen, mit Bandstahl herumzuspielen, wobei wir bald feststellten, dass man ein dünnes Stahlband aufgrund des Seitenverhältnisses nicht mit einem Bolzenschneider schneiden konnte. „OTTOLOCK“ war geboren, und nach ein paar weiteren Versuchen beschlossen wir, eine Skizze und ein Bandmuster zur Interbike 2015 mitzubringen, um zu sehen, was die Besucher davon halten. Unser guter Freund Tory Orzek half uns die Kanten des Prototyps zu glätten und schon waren wir dabei. Bevor wir nach Las Vegas aufbrachen, sagte Tory noch: „Ihr solltet das wirklich auf Kickstarter veröffentlichen. Es ist großartig und ihr werdet es zig Mal verkaufen.“

Erstes Rendering des OTTOLOCK-Designkonzepts - August 2015
Frühe OTTOLOCK Whiteboard-Oberflächenkonzepte - Dezember 2015

Die Resonanz auf der Interbike war so positiv, dass wir uns sofort an die Arbeit machten, um das Design fertigzustellen. Trotz unserer soliden Ingenieurskunst waren wir etwas naiv, was die möglichen Versagensarten des Schlosses anging. Da unser Ziel ein extrem leichter Formfaktor war, dachten wir tatsächlich, dass wir mit einem Kunststoffschlosskopf Erfolg haben könnten. Diese Idee überdauerte einen 3-Pfund-Hammertest. Alles in allem haben wir das Schloss acht Mal überarbeitet, um zu unseren aktuellen Produktionsspezifikationen zu gelangen.

Ein Höhepunkt des Designprozesses fand während des Kickstarter-Shootings im August 2016 auf der Tilikum Crossing Brücke in Portland statt, wo wir zufällige Radfahrer und potenzielle Kunden interviewten. Wir waren von unserem Design überzeugt, aber ein ehemaliger Dieb brach tatsächlich das Verschlussband – vor laufender Kamera und sehr zu meiner Überraschung. Er benutzte einen einfachen Trick, um das Band zu verdrehen, und ich hatte einen schweren „Oh Mist“-Moment. Das Team riss sich zusammen, denn unsere Kampagne begann in nur drei Wochen, und wir stellten Kevlar® als Zusatzlösung vor. Dieser Teil der Geschichte veranschaulicht unsere Leidenschaft, niemals aufzugeben.

Erster Prototyp eines bearbeiteten Aluminiumkopfes - April 2016
Bau eines OTTOLOCK-Prototyps mit Kunststoffkopf im Frühjahr 2016

Viele, viele weitere Personen arbeiteten gemeinsam an der Erstellung von Mustern und unserem Kickstarter-Programm, darunter Influencer-Gruppen, Videofilmer, Fotografen, Texter, Grafikdesigner, Tester, PR-Leute und viele mehr. Das war eine großartige Übung für die Zusammenarbeit im Team und die kontinuierliche Verbesserung im Hinblick auf unseren Starttermin im September. Der erste Tag war fantastisch; wir waren alle an unsere Bildschirme gefesselt. Wir übertrafen unser Crowdfunding-Ziel in weniger als 24 Stunden und sahen gemeinsam zu, wie unsere Produktvision Wirklichkeit wurde. Am Ende der 30 Tage, mit 4.000 Unterstützern im Team, wussten wir, dass wir etwas Besonderes geschaffen hatten und dass wir uns besser an die Arbeit machen sollten, um unser Versprechen zu erfüllen.

Die letzten sechs Monate bei OTTO waren wahnsinnig gut, denn es gab so viele Details zu klären, bevor es richtig losgehen konnte. Und heute stehen wir hier: mit einer engagierten Lieferkette von US-Zulieferern, mit unserer eigenen Endmontagelinie und einem neuen Geschäftsfeld für OTTO, das so viele Möglichkeiten bietet.

OTTOLOCK ist eine Geschichte von Visionen, Teamwork, Flexibilität und Durchhaltevermögen. Ich bin sehr stolz auf unser Team und unsere vielen Partner.

– Jake VanderZanden


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